Es könnte ein Paradies sein


Bei den beiden Beschlüssen 1993 und 2001 wurde jeweils mit dem Antrag ein „Rekultivierungsplan“ erstellt und beschlossen. Es wurde beschlossen eben nicht zu verfüllen, sondern ….

… sehen sie selbst. Unten seht ihr einen Plan wie es aussehen soll….

HIER vergrößern

… und so sieht es jetzt aus. Jeder kann im Kopf die Planung von oben in das Bild unten projezieren – es wäre ein Paradies für Menschen und Tiere.

Die Lehmgrube im April 2021

Kurz zur Geschichte

Bereits im Antrag von 1993 wurde von Seiten der Antragsteller die Anlage eines Sees, Feuchtbiotopen, Röhricht und Feuchtwiesengürtel vorgesehen. Dazu Mischwaldaufforstung an der Nordseite. Dies wurde dann auch vom Landratsamt zur Auflage gemacht. Es wurde des weiteren zur Auflage gemacht, dass dem Abbau folgende sukzessive der Rekultivierungsplan umgesetzt wird. Ein Teil des Hangs an der Ostseite wurde von Christian Hässler entsprechend des Plans bereits vor vielen Jahren aufgeforstet.

2001 wurden durch die Genehmigung des weiteres Lehmabbaus die Flächen für die Rekultivierung vergrößert und die Planung des Rekultivierungsplan entsprechend angepasst.

Wichtig: Dies war PFLICHT als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur. Laut Antrag und Genehmigung wird mit dieser Planung der Ausgleich „vollständig im Abbaugelände“ erbracht.

Hier im Einzelnen die beschlossen Maßnahmen:

naturnahe Strukturen ohne direkte Nutzung

  • See (Tiefwasser): 25.200 m2 (2,52 ha)
  • Flachwasserzone mit Röhricht: 10.200 m2 (1,02 ha)
  • Kleingewässer: 700 m2 (0,07 ha)
  • Feuchtwiese: 4.900 m2 (0,49 ha)
  • Gewässerbegleitgewächste, Weidengürtel: 1.200 m2 (0,12 ha)
  • Gesamt: 23.300 m2 (2,33 ha)

Nutzungsbezogene Strukturen

  • Grünland: 26.100 m2 (2,61 ha)
  • Aufforstungsflächen: 41.800 m2 (4,18ha)

Alles zusammen eine Fläche von 11,46 ha = 114.600 m2

Zusammenfassung

Laut Gesetz ist eine Ausgleichsflächenbedarf von 30% Der Eingriffsfläche nötig.

Die Lehmabbaufläche erweiterte sich nach dem Antrag von 2001 um 9.900 m2 (0,99 ha), so dass ein Ausgleichsflächenbedarf von 3.300 m2 entstand.

Der Nachweis „naturnaher Strukturen“ erweiterten sich gegenüber dem Plan von 1993 von 15.000 m2 (1,5 ha) auf 23.300 m2 (2,33 ha) , also um 8.300 m2 (0,83) ha, so dass der Bedarf erreicht und weit überschritten wurde.

Der Begriff Rekultivierung wie er bereits beim Antrag 2010 und auch jetzt beim Antrag 2021 vom Antragsteller benutzt wird, hat nichts mit dem Begriff Rekultivierung zu tun wie er in den Genehmigungen von 1993 und 2001 festgelegt wurde.

Nachtrag 1

Uns wird ja immer vorgeworfen, dass wir nur verhindern wollen. Das stimmt in vielerlei Hinsicht nicht:

  • wir sind in diesem Fall dafür, dass die Auflagen des Landratsamtes und die genehmigten Pläne für die Rekultivierung umgesetzt werden
  • wir verhindern weder den Kiesabbau, die Verfüllung der Kiesgruben mit Erdaushub und auch nicht den Abbau des Lehms
  • wir sehen auch die Notwendigkeit von Deponien – treten aber massiv für eine Änderung der „Verschwendungspolitk“ ein
  • Wir wollen den Wahnsinn verhindern, über 2,2 Millionen Tonnen zusätzliches Material auf diesen Straßen nach Kronburg zu transportieren und abzulagern in einem Gebiet das eigentlich der Natur zurückgegeben werden muss.

Nachtrag 2

Das Paradies ist eine Kalktuffquelle von besonderer Schönheit. 

 Wer sie kennt, kommt immer wieder her, wer sie nicht kennt, sollte sie sich mal umsehen. Sie steht unter Naturschutz und ist nur von Rande aus anzuschauen, denn ein Zerstören der Moosschicht kann Jahrzehnte dauern, bis sie sich erholt. 

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Es könnte ein Paradies sein

  1. Haller Waltraud schreibt:

    So schön, lasst es nicht zu , dass es zerstört wird.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s